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Ägypten

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Geographische Lage 

Ägypten gut 1 Million km2 gross, ist ca. 25-mal die Fläche der Schweiz. Von dieser Fläche sind jedoch nur etwa 6% bewohnt. Der größte Teil des Landes besteht aus Wüste. Die Lebensader des Landes ist die Stromoase des Nils. Hier lebt der größte Teil der über 61 Millionen ägyptischen Bürger. Ägypten liegt im norden von Afrika und obwohl sie auf diesem Kontinent wohnen, wollen die Ägypter nicht als Afrikaner bezeichnet werden. 

Ägypten grenzt im Norden an das Mittelmeer, im Osten an Israel und das Rote Meer, im Süden an die Republik Sudan und im Westen an Libyen.

 

Klima

Ägypten liegt in einem subtropischen Gebiet, dies bewirkt dass es heisse Sommer und milde Winter gibt. Praktisch der ganze Teil von Ägypten ist von Trockenheit und ganzjähriger hoher Sonneneinstrahlung geprägt. Im nördlichen Teil trifft man aber auf das typische Mittelmeer Klima. In den kalten Jahreszeiten regnet es an den Küstengebieten und im Nildelta gerade mal 200 Millimeter jährlich. In vielen Regionen kann es aber auch mal ein paar Jahre nicht regnen. In den Wüstengebieten gibt es extreme Temperatur-Unterschiede, durch den Tag kann es bis zu 50°c und in der Nacht 5°c werden.

 

Sprache

Die Amtssprache ist Arabisch. Es gibt viel Dialekte doch der Kairene-Dialekt ist der, der am meisten verbreitet ist. In den Oasen wird meist die Berbersprache gesprochen. Die Handelssprache ist Englisch und Französisch.

 

Währung

Die offizielle Währung ist das Ägyptische Pfund. Die Ägyptische Bank wurde 1961 gegründet.

 

Wüste 

Ägypten lässt sich in fünf Gebiete einteilen: die Libysche Wüste im Westen,  die Arabische Wüste im Osten, das von Nil in das Wüstenplateau eingeschnittene Niltal, das etwa 22000 Quadratkilometer grosse Nildelta, die von den Meeresarmen Golf von Suez und Golf Akaba umschlossene Halbinsel Sinai.

 

Die Libysche Wüste ist eine Sandwüste. Man nennt sich auch „Grosses Sandmeer“. Sie nimmt etwa zwei Drittel der gesamten Staatsfläche ein. Die tiefste Stelle ist mit 133 Metern unter dem Meeresspiegel die Katarrasenke. Sie ist auch der tiefste Punkt des afrikanischen Kontinents. Zu den Oasen der Libyschen Wüste gehören Kufrah und Jaghbub in Libyen und Siwa, Bahariya, Farafra, Dakhla, Kharga und Baris in Ägypten.

 

Siwa gehört zu einer Oasengruppe im Nordwesten Ägyptens. Sie liegt in einer von Steilhängen umgebenen Senke die bis zu 24 Metern unter dem Meeresniveau liegt.

 

Faijum befindet sich im Norden von Ägypten mit etwa 167 000 Einwohnern und liegt unter dem Meeresspiegel. Sie umfasst eine fast kreisförmige Oase. Sie wird durch den Josefkanal der mit dem Nil verbunden ist bewässert.

 

Die gesamte Sahara Wüste ist etwa 6000km breit und misst von Norden nach Süden etwa 2000km. Die Sahara hat eine Gesamtfläche von fast 9.1mio. km2, davon sind etwa 207000km2 fruchtbare Oasen.

 

Die Arabische Wüste liegt im Osten von Ägypten. Der Westrand der Wüste besteht aus Klippen. Östlich dieser Klippen befindet sich eine Hochebene von Vulkanketten, die auch an das Rote Meer grenzen. Diese Gebirgsketten können bis zu 2000 Meter hoch werden.

 

Das Gebiet südlich der Kharga Oase besteht aus Sandstein und wird Nubisches Sandstein-Plateau oder aber auch weisse Wüste genannt. Diesen Namen verdankt sie den schneeweissen Kalksteinfelsen , die selbst in der höchsten Hitze kühl bleiben. In der nähe der Oase Farafra ist ein Tel der weissen Wüste im Herbst 2003 zum Nationalparkgebiet erklärt worden.

 

Die Sinai-Halbinsel befindet sich im Nordosten von Ägypten, am nördlichen Ende des Roten Meeres und ist 58 824 Quadratkilometer gross. Der höchste Gipfel ist der Jabal Katherina mit 2637 Metern und sein Nebengipfel der Berg Sinai ist 2285 Meter hoch. Auf diesem Berg empfing Moses die Zehn Gebote. Am Fusse des Berges steht das griechisch-orthodoxe Katharinenkloster das im 3. oder 4. Jahrhundert gegründet worden ist. Hinter der Basilika trifft man auf die Kapelle des brennenden Dornbusches. Das Kloster und der Berg sind bekannte Pilgerziele.

 

 

Wichtige Städte 

Hauptstadt des Landes ist Kairo mit einer Einwohnerzahl von 6.79 Millionen sowie die grösste Stadt Afrikas und der Arabischen Welt. Der internationale Flughafen befindet sich nordöstlich von Kairo. Die Stadt ist von Wüstengebiet umgeben. Zum Stadtgebiet gehören auch die Inseln. Die grösste davon ist die al-Gesira, auf der sich das Kairoer Opernhaus, das 1869 eröffnet wurde und der 187 Meter hohe Kairo-Turm befindet. Das Zentrum bildet der Tahrirplatz. Dort befindet sich auch das Gebäude der Arabischen Liga, die Oman-Makran-Moschee und ein Busbahnhof. Kairo hat ein paar hundert Moscheen darunter die Ibn-Tulun-Moschee (9.Jahrhundert), die Azhar-Moschee und die Al-Hakims-Moschee (beide aus dem 10.Jahrundert). 

Die Zitadelle im Ostteil der Stadt wurde 1176 n. Chr. vom Sultan Salahuddin al-Ayoubi erbaut. Die bekannte Moschee in der Zitadelle ist die Mohammed-Ali-Moschee. Sie hat eine mehrstöckige Kuppel und eine Doppelminarett, das  zu den berühmten „Tausend Minarette“ der Stadt gehört.

 

Die Stadt Alexandria ist nicht nur die wichtigste Stadt sondern auch der wichtigste Hafen im nördlichen Ägypten. Sie zählt  3.33 Millionen Einwohner. Die Stadt wurde 332 v. Chr. von Alexander dem Grossen, König von Makedonien gegründet, der sie als grösste Hafenstadt der alten Welt plante.

 

Gise liegt südwestlich von Kairo am Rande der Libyschen Wüste mit einer Einwohnerzahl von 4,78 Millionen. Sie ist eine der grössten Städte Ägyptens. Gise hat wichtige Verwaltungs-, Wirtschafts- und Kulturzentren sowie zahlreiche Regierungsgebäude. Wenige Kilometer von Gise entfernt befinden sich die drei Pyramiden der 4. Dynastie (etwa 2639 bis 2504 v. Chr.). Die gesamte Anlage ist eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten Ägyptens. Dazu gehört auch die Sphinx, die Chephren, Sohn des Cheops, als Wächter des Grabs aus einem Felsblock herausmeisseln lies.

 

Port Said ist eine Hafenstadt im Nordosten von Ägypten, am nördlichen Eingang des Suezkanals. Die Stadt wurde 1859 gegründet, als die Bauarbeiten am Suezkanal begannen.

 

Suez ist eine Hafenstadt und Gouvernementsitz für die nordöstliche Provinz Die Stadt ist ein beliebter Zwischenstopp für muslimische Pilger auf dem Weg von und nach Mekka. Bei den Auseinandersetzungen in den Sechzigern und  Anfang Siebziger Jahren zwischen Ägypten und Israelischen Streitkräften, die Halbinsel besetzten, wurde die Stadt praktisch vollständig zerstört.

 

Pyramiden 

Die Pyramiden von Giseh zählen zu den ältesten, erhaltenen Bauwerke der Menschheit. Sie wurden vor über 4'500 Jahren als Grabmäler der Pharaonen gebaut. Die Steine der Pyramiden wiegen über 13 Millionen Tonnen. Napoleon hatte schon ausgerechnet, dass man alleine mit den Steinen aus der Cheops-Pyramide, der grössten von Giesh, um ganz Frankreich eine vier Meter hohe Mauer erbauen könnte! Die anderen zwei Pyramiden heissen Chephren und Mykerinos. Sie stehen genau parallel zum 30. Breitengrad. Sie wurden perfekt von Nord nach Süd ausgerichtet. Aber nirgends wurde ein Kompass gefunden. Die Kantenlänge der grössten Pyramide ist 230 Meter, die Fundamente weichen maximal 16 Millimeter von der Ideallinie ab. Die Pyramiden stehen genau auf einer Linie nach den Sternen Syrius, Orion und eines kleinen Sternes.

 

Die Pyramiden weiter weg sind genau im Verhältnis zu Giseh angeordnet,  nach dem Sternbild des Orion - des Gottes Osiris. 

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